Diabetes Typ 2 und ketogene Diät?
fettreiche bzw. eiweßreiche Diät

Diabetes Typ 2 und ketogene Diät?

Macht eine Low-carb-Diät bei Diabetes-Typ-2 Sinn?

Die ketogene Diät und Low-carb-Diäten sind sehr populär und weit verbreitet. Diese Diäten basieren auf wenig Kohlenhydraten und viel Fett bzw. Eiweiß. Diese Diäten versprechen unheimlich viel, halten dies aber nur auf kurze Sicht ein.

Wie wird der Körper mit Energie versorgt und wie geht er mit Fetten um?

Der Körper braucht für die Energiezufuhr Kohlenhydrate, ja Kohlenhydrate und zwar  ganz wichtig sind gesunde Kohlenhydrate. Diese werden von unserem Körper verstoffwechselt, zu Glukose umgewandelt und den Körperzellen als Energielieferant bereitgestellt. Und damit die Zellen sich öffnen ist Insulin von Nöten. So sollte es sein.

Wenn jetzt allerdings eine fettreiche (eiweißreiche) Diät angewendet wird, so werden die Organe zu Höchstarbeit und Überstunden gezwungen.

Die Nebennieren und die Bauchspeicheldrüse im Stress!

Wenn hohe tierische Fettmengen sich im Blut befinden, dann werden die Nebennieren angeregt, Adrenalin auszuschütten. Ein Hormon, das normalerweise Energie zur Flucht bereitstellt. Im Notfall sicherlich nützlich, aber  durch ständige fettreiche Ernährung bzw. wenn Sie sich in einem anhaltenden Krisenmodus befinden, so laufen Sie Gefahr großen Schaden am Gewebe von Organen und Drüsen zu erleiden.

Warum machen die Nebennieren das? Der Anstieg beim Adrenalin steigert die Fettverdauung. Die Nebennieren möchten also die Leber und die Bauchspeicheldrüse vor übergroßer Verdauungsaktivität schützen. Eine der Hauptaufgaben der Leber und der Bauchspeicheldrüse sind es Gallensaft für die Fettverdauung bzw. jede Menge Verdauungsenzyme bereitzustellen. Der Preis von zu viel Adrenalin und einer gesteigerten Fettverdauung liegt jedoch darin, dass die Bauchspeicheldrüse mit der Zeit geschwächt wird.

Die Bauchspeicheldrüse ist normalerweise zart wie ein Kinderpopo. Durch ständige Adrenalinausschüttung wird sie hart und sie beginnt richtiggehend zu verhornen.

Wenn das zu lange andauert, dann werden auch die Nebennieren mit der Zeit immer schwächer und somit wird mal zu viel und dann wieder zu wenig Adrenalin produziert was die Bauchspeicheldrüse wiederum Überstunden machen lässt. Sie springt also für die geschwächten Nebennieren ein. Entzündung, Unterfunktion, Verhärtung und Vergrößerung der Bauchspeicheldrüse sind die Folge.

Nun zur Leber

Durch fettreiche Ernährung, meist aus dem Verzehr von tierischem Eiweiß wird die Leber mit der Zeit überbelastet. Eine träge Leber bzw. eine Fettleber sind die Folge. Übrigens bis zu 80% der westlichen Bevölkerung bekommt es mindestens einmal im Leben mit den Folgen einer trägen, überlasteten Leber zu tun. Eine starke Leber speichert normalerweise Glukose für schlechte Zeiten. Durch ständige fettreiche Kost verliert sie die Funktion und entlässt den ganzen Glukosevorrat ins Blut. 

Was bedeutet das für einen Typ-2-Diabetiker? Während den Essenspausen stellt eine gesunde Leber aus ihrem Glykogen-Speicher umgewandelte Glukose (Blutzucker) bereit, damit wir mit Energie versorgt werden. Ist diese Funktion nicht mehr oder nur noch eingeschränkt verfügbar, kommt es zu Hypoglykämie bzw. Unterzucker.

Fazit

Was ganz wichtig und zentral bei der „Besiegung“ von Diabetes Typ 2 ist, ist die Gesundung der Organe (Leber, Nebennieren, Magen, Darmtrakt und Bauchspeicheldrüse)!

Durch eine ketogene Diät oder einer Art von Low-carb-Diät kann dies unmöglich stattfinden. Das Gewicht wird zwar sinken, aber diese Art von Diät bedeutet

Stress für das gesamte Verdauungssystem sowie das Lymphsystem. Die Blutzuckerwerte werden sich zwar kurzfristig (1-3 Jahre) nach unten korrigieren, da der Botenstoff (Zucker) weitestgehend in der Ernährung fehlt, aber mit der Zeit wird durch kleinste Mengen von Kohlenhydraten (Zucker) sichtbar werden, dass die beschriebenen Organe Alarmstufe rot anzeigen.

Ja, Zucker ist bei der „Zuckerkrankheit“ in Wirklichkeit nur der Botenstoff, der anzeigt, dass etwas mit den Verdauungsorganen im Unreinen ist!

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